Rudolf G. Bunk

* 1908 in Berlin, † 1974 in Hamburg

Künstlerinfo

Stud. Kunstgeschichte, Philosophie, Malerei (bei Karl Hofer) und Bühnenbildnerei in Berlin. Seine Werke wurzeln im Expressionismus, später auch in der neuen Sachlichkeit.

Vita

Im Frühjahr 1933 nimmt Bunk an einer Ausstellung der Darmstädter Sezession teil, die von der neuen Regierung als ”kunstbolschewistisch” geschlossen wird. Er beschließt Deutschland zu verlassen. 1934 hält er sich in der Schweiz auf, bekommt jedoch keine Arbeitserlaubnis.
Okt.1936 Heirat mit Marianne Horl in Berlin, in Stockholm Arbeit bei Isaac Grünwald (Schüler v. Matisse) und Ausstellung dort. Im Frühjahr 1937 Geburt des Sohnes Stefan. Im Sept.1937 muss Bunk Schweden verlassen und reist über Berlin in die Rhön. Im Mai 1938 Übersiedelung nach Waidhofen (Österreich), bis Juli. Dort hinterlässt er einen großen Teil seiner Werke, die er nicht wiedersehen wird. Zurück in Berlin, von dort Organisation der Ausreise nach Jugoslawien.
1939 Einzug mit der Familie in Split. 1940 erste Einzelausstellung in Split. 1941 von jugoslaw. Polizei nach Lipik in Slavonien verschickt und dort unter Polizeiaufsicht. Als die dt. Wehrmacht Jugoslawien besetzt, gelingt der Familie - zu Fuß - die Flucht nach Trogir, zu der Zeit italienisch. Auf dem Weg ertrinkt der 4-jährige Sohn bei einem tragischen Unfall. 1941 bekommt Familie Bunk eine italienische Aufenthaltsgenehmigung. 1942 Geburt der Tochter.
1943 übernimmt Deutschland die Herrschaft in Dalmatien. Bunk schließt sich der ”Kroatischen Konferenz” in Hvar an. 1944 gehen Bunks zusammen mit 30.000 kroatischen Flüchtlingen nach El Shatt am Suezkanal. 1945 Ausstellungen in Kairo und Alexandria gemeinsam mit jugoslawischen Künstlern. Ein Angebot der Aliierten, nach Amerika oder England zu emigrieren, lehnt Bunk ab.
Wieder in Split, wird Bunk als Bühnenbildner und Regisseur am Volkstheater engagiert. Bis 1958 erfolgreiche, mehrfach ausgezeichnete Arbeit in Split als Künstler und Bühnenbildner.
1958 zwingen die pol. Verhältnisse Bunk zur Rückkehr nach Deutschland. In Hamburg Arbeit u.a. für den NDR und das Schauspielhaus. Bis 1972 häufige Gastaufenthalte in Split als Bühnenbildner und Maler. 1969 und 1972 Ausstellungen in Split. 1974 stirbt Bunk an einem Asthmaleiden.

1997 Gr. Retrospektive zum Werk Bunks in Split. 2004 Siftung Rudolf- Bunk- Preis für Bühnenbild durch die Stadt Split und Kroatien

Werke

Werke Bunks befinden sich in priv. Sammlgn. und Museen u.a. in New York, Stockholm, Split, Mannheim, Berlin, Hamburg

Literatur / Web

Rudolf G. Bunk: 1908-1974, Hrsg. Bojana Denegri, Hamburg 1997
Bojana Denegri: Bildersuche - Auf den Spuren meines Vaters Rudolf Bunk, Hamburg 2006
Rudolf G. Bunk: Werkverzeichnis, Hrsg. Bojana Denegri, Hamburg 2010
Wikipedia-Artikel: Rudolf G. Bunk
Webpräsenz Rudolf G. Bunk: bunk.ch
Blogspot zu Rudolf G. Bunk: Tom Bunk: Blogspot "dedicated to my father"
Artikel in: Der neue Rump, Lexikon der bildenden Künste Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, Neumünster 2005
Artikel in: Allgemeines Künstlerlexikon – Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Leipzig, München 2000

Weitere Informationen

Akademie der Künste / Berlin, Archiv Darstellende Kunst (www.adk.de): Rudolf Gerhard Bunk: Manuskripte, Inszenierungsunterlagen, Korrespondenz und biografische Unterlagen.

Wiebke Dreyer

* 1973 in Hamburg, † 2015 in Hamburg

Künstlerinfo

Vita

Wiebke Dreyer1994 Foundation Art Diploma, Central St. Martins, London
1995 Studien in Brüssel
1996 Ecole d. Beaux Arts, Montpellier
1998 Fine Art Painting Diploma, Escola Massana, Barcelona
1999 Post- Graduate Diploma, B. Shaw School of Art, London
2000 Fine Art Masters Degree, Wimbledon College of Art, UK
seit 2000 freischaffende Künstlerin, zunächst mit Atelier in London
seit 2012 Wohnung und Atelier in Berlin.

Themen

Wiebke Dreyer interessierte sich für den natürlichen, primitiven Zustand der Dinge. Sie arbeitete in Öl auf Leinwand und Papier, oft in vielen Schichten, verwendete dabei auch Rohpigmente, Sand, Steine, Zweige, Papiere oder Stoffe. Wiebke sah in ihren Bildern "eine abstrakte, haptische, rauhe Repräsentation der Außenwelt, aufzeigend wie diese vom inneren Selbst wahrgenommen wird".

Ausstellungen (Auswahl)

Lauderdale House, London (UK) | Chocolate Factory, London (UK) | La Joya Galerie, Palma (ES) | Islington Arts Factory, London | Affordable Art Fair, London | Dayton Int.Peace Museum, Ohio | Reference Gallery, New York | Reference Gallerie, Paris | Tam Gallery, Tallin | Salon de L’Art Affordable, Paris | Waterloo Gallery, London

Literatur

Wiebke Dreyer - Malerin 1973-2015, Hrsg. Stiftung StadtLandKunst, Hamburg 2016

Peter Grochmann

* 1956 in Gelsenkirchen, † 2009 in Hamburg

Künstlerinfo

Peter Grochmann arbeitete mit Stift und Tusche, Aquarell und Pastell, mit Öl auf Leinwand. Seine Strichführung ist immer leicht, einfach, voller Ausdruckskraft. Ihn faszinierten Menschen in ihrem Ausdruck, ihrer Körpersprache, im Licht der Sonne, in Lichtern einer Bühne, in Lichtern der Nacht: Künstler im Zirkus, im Theater, im Film, Menschen seiner Umgebung in Hamburg- St. Georg, Menschen auf Kos in Griechenland.

Grochmann begleitete als Künstler Dreharbeiten zu den Filmen „Mario und der Zauberer“ (Regie und Hauptdarsteller: Klaus Maria Brandauer) sowie „Der 9. Tag“ (Regie: Volker Schlöndorff).

Peter GrochmannStudium der Kunst und Germanistik in Münster u. Dortmund, 1981 Staatsexamen bei Prof. Lothar Kampmann. Atelier zunächst in Dortmund, seit 1987 Wohnung und Atelier in Hamburg-St.Georg. Seine Werke wurden präsentiert in Deutschland, Norwegen, Luxemburg, Spanien, Griechenland. Sie befinden sich in zahlreichen privaten Sammlungen. Fernsehberichte des NDR, WDR, HH1, SAT 1 u.a. Überreicht von Ulrich Tukur erhielt er 1998 den Preis des legendären Künstlerclubs „die Insel“.

Ausstellungen, Auswahl:

Galerie Mensendiek, Düsseldorf | Hamburger Kammerspiele, Hamburg | Ernst-Deutsch-Theater, Hamburg | Hamburger Künstlerclub „die Insel“ | Schloss Reinhardshausen, Rheingau | Kunstverein Toensberg, Norwegen | Centre Carrefour, Luxemburg | Galerie Königstaße, Dresden | Konsulat der USA, Düsseldorf | Schloss Kromsdorf, Weimar | Mastihari, Kos/ Griechenland | Dt. Schauspielhaus, Hamburg | Filmmuseum Berlin | Stadtmuseum Köln | Jazzsommer Erkrath | Galerie Claudius, Hamburg

Rocío Plúas

*1962 in Guayaquil / Ecuador

Künstlerinfo

Vita

Rocío Plúas
Studium der Romanistik in Ecuador und Paris, Studium der Kunst an der Nanyang Academy of Fine Arts in Singapur. Mitbegründerin der internationalen Gruppierung TRANSIT. Ihr persönlicher TRANSIT führte sie aus Guayaquil nach Paris, Quito, Tübingen, Singapur, Buenos Aires, Hamburg, Atlanta, Madrid, Barcelona. Zurzeit lebt sie in Barranquilla (Kolumbien).

Engagements in künstlerischen Sozialprojekten mit Kindern und Frauen aus prekären Lebensverhältnissen, vor allem in Südamerika und in Spanien.

"Der Rucksack, den ich als Mensch, als Migrantin und als Frau mit mir trage, ist von vitaler Bedeutung im Moment der Entwicklung eines Projektes." (R.P.)

Ausstellungen / Museen

in den USA, in Argentinien, Venezuela und Ecuador, sowie in Deutschland, Spanien und Italien.
Eingeladene Teilnehmerin der I. Biennale im Museo Nacional de Bellas Artes, Buenos Aires/ Argentinien.
2016 Teilnehmerin der Gruppenausstellung "Andando" im Forum StadtLandKunst, Hamburg

Werke von Rocío Plúas sind Bestandteil privater Sammlungen und Museen, u.a.:
Museo Municipal de Arte Moderno Cuenca, Ecuador
Museo de Banco Central Bahía de Caráquez, Ecuador
Völkerkundemuseum Hamburg, Germany

MAAC Museo Antropológico y Arte Contemporaneo Guayaquil, Ecuador

Links

Homepage der Künstlerin
Video "Rocio Pluas", prod. M. Sporkmann, M. Höfig 2012
Video "El futuro - estación de paso - time lapse #2" de Rocío Plúas (Madrid)
Trailer zu "Chick Dolls", un proyecto de Rocío Plúas (Bahía de Caráquez)
Tide TV über Andando, in: Hamburg immer anders (Sendung 17.08.2016 (min 14:35-17:15)

Albert Christoph Reck

* 1922 in Oberschlesien

Künstlerinfo

Ab 1938 Seemann, später Offizier der Marine. Nach 1945: Abitur; Kunststudium, u.a. bei Alfred Mahlau/Hochschule d. Künste Hbg., Ecole des Beaux Arts/ Paris. Künstler und Dozent in Hamburg, von 1962 - 69 in Johannesburg, von 1976 - 2003 in Swasiland. Verh. mit Maria Louise, 8 Kinder.

Reck’s Werke zeigen meist expressive Farben und Formen. Er verwendet unterschiedl. Materialien wie Öl u. Buntstift auf Papier auf Leinwand, Öl auf Holz, Gouache auf Papier u.a.. In Swasiland Entwürfe für Tapisserien der Weberei seiner Frau. Reck’s expressionistische Arbeiten erinnern an Matisse, Miró und Beckmann.

Ausstellungen (Auswahl):

Hamburger Kunsthalle | Kunsthalle zu Kiel | Städtisches Museum Flensburg | South African Assoc. of Arts, Pretoria | South African Art Association, Durban | Pennsylvania State University, USA | Ingingilzy Gallery, Mbabane | Galerie Sfeir- Semmler, Kiel | Brasilian Cultural Center, Maputo | Gallery Patrick Vicqueray, Brüssel

Bilder in öff. Sammlungen (Ausw.):

Hamburger Kunsthalle | Kunsthalle zu Kiel, Kunstmuseum Basel | Oregon State University, USA | Pelmana Perm. Art Coll., Johannesburg | Johannesburg Municipal Art Gallery | städtisches Museum Flensburg | Schleswig-Holst. Landesmus. Schleswig

Hermann Schlüschen

* 1904 in Hamburg, † 1996 in Lüneburg

Künstlerinfo

Hermann Schlüschen gehört zu den bildenden Künstlern der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Das vielseitige Werk des deutschen Malers und Grafikers wird dem Expressionismus, Konstruktivismus, Kubismus und dem Surrealismus zugeordnet. Er schuf ein großes künstlerisches Oeuvre in allen Genres und vielen Techniken. Seine Vorbilder waren Dürer, Rembrandt, Nolde, Chagall, Klee, Feininger. Die NS-Zeit erschütterte und prägte den Künstler. Das Thema entartete Kunst veranlasste ihn, sich zeitweise zurückzuziehen. Bis ins hohe Alter wurde Hitler immer wieder von ihm karikiert.

Ausbildung / Tätigkeiten

Ausbildung zum Theatermaler mit Unterricht bei Prof. Schulz und E. Hartmann an der Landeskunstschule Hamburg. Danach Arbeit am Theater Lübeck. Ab 1925 am Theater in Milwaukee, USA. 1929 Rückkehr nach Deutschland an das Bremer Stadttheater. Von 1930 bis zur Pensionierung 1969 festes Engagement als Erster Theatermaler an der Hamburger Staatsoper. Während des II. Weltkrieges einige Zeit in Gefangenschaft in der UdSSR. Ab 1979 in Berlin, 1983 Übersiedelung nach Tann/Rhön. Ab 1988 in Lüneburg.

Lit: Dr. M. Bruhns, Hbg., | M. Kastner, Galerist, Hitzacker

Ausstellungen, Auswahl:

Einzelausstellungen: 

1925–1929 Dt. Theater Milwaukee, USA
1985 Tann/Rhön
1992 Lüneburg, Scharnebeck
2013 Dahlenburg, Lüneburg, Galerie Zieglerhof

Gemeinschaftsausstellungen:

u.a.: 2014 On-Off-Galerie Hamburg-HafenCity

Jürgen Weber

*1936 in Ohlau/ Schlesien

Künstlerinfo

Vita

Jürgen Weber




Jürgen Weber, geb. 1936 in Ohlau/ Schlesien,
studierte Malerei und Graphik an der Hochschule für bildende Künste in Dresden.
Er widmete sich zunächst der Graphik, später verstärkt der Malerei, ab 1999 auch figürlichen Plastiken.
Für die Kunsthalle Rostock, später Kunstschule Rostock unterrichtet er Aktzeichnen von 1980-2013.

Reisen

vor 1989: Paris und Mittelasien (1982), Rundreise Frankreich (1988)
nach der politischen Wende:
1990 Malreisen nach Frankreich, Italien, Holland, Spanien, Griechenland und Marokko.
2016: 31.3. NDR TV: Portrait J.Weber.

Themen

Schnelle, mutige, expressiv abstrahierende Striche, Festhalten eines Augenblicks, einer Bewegung, eines Tanzpaares, einer Landschaft, Wesentliches erfassen, das Innere, nicht die fotografische Realität.

Ausstellungen und Veröffentlichungen

1960-1989 Beteiligung an Ausstellungen innerhalb und außerhalb der DDR, auch im westl. Ausland.
Seit 1990 (Auswahl):
2006 Kunsthalle Rostock und Kunstpreis der Stadt Rostock
2013 Kunsthalle Rostock
2015 Staatstheater Schwerin
2016 Rostock Kulturamt u. Stiftung Maritim, Einführg.: Prof. Wolfgang Methling
NDR TV: Portrait J. Weber

Literatur / Links

Kunsthalle Rostock: Jürgen Weber, Arbeiten 2000 - 2012 (www.kunsthallerostock.de)
Rostock ehrt seinen Jürgen Weber / SVZ 31.03 2016
Portrait zum 80. Geburtstag von J. Weber / NDR TV 31.03.2016